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Ökologische Landwirtschaft ist vogelfreundliche Landwirtschaft

Vorteile Ökologischer Landwirtschaft

  • Mehrere Untersuchungen zur Vogelwelt auf biologisch und konventionell bewirtschafteten Höfen belegen, dass die heimischen Vögel von biologischer Landwirtschaft profitieren. Sie zeigen bis zu sechs mal höhere Anzahlen von Brutrevieren und bis zu achtfach erhöhte Populationsdichten auf Biohöfen, was vor allem auf größere Strukturvielfalt und den Verzicht auf Spritzmittel und Kunstdünger zurückgeführt wird. Untersuchungen an Feldlerchen und Goldammern zeigen, dass diese auf ökologisch bewirtschafteten Feldern mehr Nahrung finden und daher mehr Nachwuchs aufziehen können.
  • Ein Vergleich von acht Vergleichshöfen in England ergab eine doppelt so große Anzahl an Schmetterlingsarten auf den biologisch bewirtschafteten Flächen.
  • Höhere Vorkommen von Laufkäfern, Kurzflüglern und Spinnen bei ökologischer Bewirtschaftung wurden in mehreren Untersuchungen nachgewiesen - von zentraler Bedeutung sind hier Hecken und Wildkrautstreifen als Rückzugsräume für zahlreiche Arthropoden, die sich als Nützlinge positiv auf die Wirtschaftsflächen auswirken.
  • Förderlich erweist sich der Ökolandbau für Populationen von Bodenmikroorganismen und Bodentieren - ihre Masse ist bis zu 85 Prozent höher als auf konventionellen Vergleichsflächen, der Besatz an Regenwürmern kann sogar um ein Vielfaches höher sein.
  • Auf Bioäckern finden zwei- bis dreimal so viele Ackerwildkraut-Arten eine Überlebensmöglichkeit als auf konventionellen Vergleichsäckern - im Extremfall sogar zehnmal so viele. Entsprechend positiv sind die Auswirkungen auf zahlreiche Tierarten, die an und von Ackerwildkräutern leben.
  • Im Grünland wirkt sich die geringere Düngungsintensität im Ökolandbau positiv auf die Artenvielfalt aus, während die Nutzungshäufigkeit nur selten unter der konventionell bewirtschafteter Wiesen und Weiden liegt.

„„Feldlerchen finden auf ökologisch bewirtschafteten Feldern mehr Nahrung und können daher mehr Nachwuchs aufziehen. Wenn wir sie retten wollen, ist eine ökologische Landwirtschaft der einzige Weg.““

Jens Karg, Landwirtschaftsexperte Greenpeace

Jetzt Petition unterzeichnen!

Fordern Sie Bundesministerin Köstinger auf, faire Bedingungen für pestizidfreie und vogelfreundliche Landwirtschaft zu schaffen!

* Pflichtfelder. Der Petitionstext im Wortlaut. Wir achten auf Ihre Privatssphäre, näheres finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen. Die Ein­willigung zur Kontakt­aufnahme können Sie jeder­zeit wider­rufen via E-Mail an service@greenpeace.at oder pos­talisch an Greenpeace in der Fernkorngasse 10, A-1100 Wien.

Petitionstext

Ökologische Landwirtschaft bringt viele Vorteile

Sehr geehrte Frau Bundesministerin,

In Österreich verhungern die Vögel. Von der Feldlerche gibt es nur noch halb so viele wie vor wenigen Jahren. Die Zahl der Rebhühner ist um drei Viertel gesunken. Und die Blauracke ist in Österreich nicht mehr zu finden.

Ein wesentlicher Grund: Der massive Pestizideinsatz in der Landwirtschaft hat die Zahl der Insekten so weit reduziert, dass die Vögel nicht mehr genügend Nahrung finden. Sie können ihre Küken nicht mehr füttern. Sie können sich selbst nicht mehr am Leben halten. So sterben sie.

Die einzige Hoffnung der Vögel sind Bäuerinnen und Bauern, die ihren Lebensraum erhalten und ohne Pestizide arbeiten. Doch im gnadenlosen Konkurrenzkampf um jedes bisschen Ertrag kann sich die umweltschonende Qualität nicht gegen umweltzerstörerische Quantität durchsetzen – schon gar nicht, wenn die Voraussetzungen unfair sind.

Ich bitte Sie daher: Schaffen Sie faire Bedingungen für Bauern, die ihre Felder pestizidfrei bestellen und so die Umwelt schützen! Nur so können wir die reiche Natur unserer Heimat erhalten.

  • Chemisch-Synthetische Pestizide müssen weniger werden. Setzen Sie sich für Maßnahmen zur deutlichen Reduktion des Einsatzes von chemisch-synthetischen Pestiziden ein.
  • Pestizide dürfen nicht auch noch gefördert werden. Stoppen Sie Förderungen für landwirtschaftliche Methoden, die die Umwelt belasten und auf Pestizideinsatz setzen.
  • Schaffen Sie Kostenwahrheit beim Pestizideinsatz. Führen Sie eine Pestizidabgabe ein, um die versteckten Kosten zu decken, die durch den Pestizideinsatz der Allgemeinheit aufgebürdet werden – Kosten für Umweltschäden, Artenschwund, Ressourcenverschwendung, Wasseraufbereitung, Brunnenschließungen, Krankheitsbehandlungen und Bodenzerstörung.

Unsere Vögel, unsere Insekten brauchen Hilfe. Unsere Bäuerinnen und Bauern können sie leisten – wenn Sie ihnen die Hilfe geben, die sie dafür brauchen. Ich bitte Sie: Handeln Sie jetzt!


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