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8 Tipps zum Schutz der Bienen

Ohne Honigbienen, Hummeln und andere Insekten ist es öd – nur dank ihrer Bestäubung haben wir Früchte wie Nüsse, Äpfel und Erdbeeren. Doch den Insekten geht es schlecht: Ihre Zahl hat um bis zu 75% abgenommen! Ein Hauptgrund ist der massive Einsatz von Pestiziden. Wir arbeiten am Verbot von Pestiziden und daran, dass in der Zulassung von neuen Spritzmitteln Rücksicht auf Insekten genommen wird.

Aber auch wir selbst können Maßnahmen setzen, um den Bienen in unserem unmittelbaren Umfeld zu helfen. Machen Sie mit bei unserer großen Bienenrettungsaktion – damit es weiter blüht und summt!


1. Verwenden Sie keine Pestizide für Wohnung und Garten!

Sie sind im Internet oft noch frei erhältlich und werden als „Pflanzenschutzmittel“ oder „Mückentod“ verharmlost. Doch in den Sprühdosen und -flaschen gegen allerlei Insekten sind schlicht und einfach Pestizide. Sie bringen nicht nur die gerade lästigen Tierchen um, sondern auch Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und viele andere. Und wenn Tiere wie Blattläuse oder Kieferwanzen wirklich einmal zu lästig sind, gibt es auch biologische Methoden: Kaffeesatz und Brennesselsud helfen gegen Blattläuse, Essig können viele Insekten nicht riechen und vermeiden es. Im Garten helfen Pflanzen wie Bohnenkraut und Lavendel. Auch hier zeigt sich: Natürliche Vielfalt ist das beste Mittel!

2. Schaffen Sie eine Blühinsel im Garten!

Auch ein gemähter Garten verträgt eine kleine, naturbelassene Blühinsel. Dort kann die Natur sein, wie sie will. Bienen und Hummeln finden auf den wilden Blumen leckere Nahrung – und zwar von Frühling bis Herbst, was nicht mehr selbstverständlich ist: Besonders Hummeln leiden darunter, dass sie auf Feldern und Blumenbeeten nicht immer Nahrung finden können, da diese nur während einer kurzen Zeit in Blüte stehen.

Besonders gut für Bienen sind: Bärlauch, Borretsch, Brombeere, Echter Lavendel, Echter Majoran, Echter Thymian, Färberkamille, Felsen-Steinkraut, Frühlingskrokus, Gänsekresse, Geflecktes Lungenkraut, Gewöhnliche Schafgarbe, Glockenblume, Gurke, Himbeere, Huflattich, Kugeldistel, Löwenzahn, Oregano / Echter Dost, Purpur-Fetthenne, Raublattaster, Ringelblume, Schmuckkörbchen, Schneeheide, Schopfsalbei, Sonnenblume, Waldmeister und Zitronenmelisse. Es gibt auch spezielle Bio-Wildblumenmischungen als Bienenweide für das ganze Jahr.

Wichtig: Nur Bio-Saatgut ist sicher frei von Zusatzstoffen, die eine Gefahr für Bienen darstellen können.

3. Geben Sie den Bienen und Hummeln Zuflucht auf dem Fensterbrett.

Auch ein paar Blumen am Fensterbrett helfen den Bienen und Hummeln schon. Wichtig ist, dass die Pflanzen hier heimisch sind, so dass die Bienen hier an sie angepasst sind. Grundsätzlich kann jede Pflanze unter den richtigen Voraussetzungen auch im Topf gehalten werden, sogar Obstbäume.

Sie können auch ganz einfach das Kräuterkistl dafür verwenden: Lassen Sie die Kräuter, die du nicht selbst isst, einfach wachsen – sobald sie blühen, sind sie köstliche Bienennahrung. Und schauen oft überraschend hübsch aus.

4. Ein Grab kann auch Leben schenken.

Unsere Friedhöfe mit ihren zahlreichen Blumen für unsere geliebten Verstorbenen sind eigentlich der ideale Zufluchtsort für Hummeln und Bienen. Pflanzen Sie am Grab Blumen aus unserer Liste in Punkt 2, die wenig Wasser brauchen, viel Sonne vertragen. Bodendecker-Pflanzen helfen zusätzlich, den Boden vorm Austrocknen schützen.

5. Geben Sie den Bienen Unterschlupf und Wasser.

Alle Tiere brauchen ein Zuhause. Für Insekten können Sie eines schaffen, indem Sie ein Insektenhotel aufstellen. Auch in Holzresten und Steinen können Insekten sich ein bequemes Zuhause schaffen.

Was Insekten noch brauchen: Eine Wasserstelle. Sie hilft Bienen, auch die heißen Tage zu überleben. Am besten sind Steine oder Kugeln im Wasser, auf denen sie landen können. Das kann auch gemeinsam mit einer Vogeltränke angelegt werden, denn auch die Vögel sind durstig.

6. Kaufen Sie Bio-Lebensmittel!

Bienen leiden an Agrochemikalien. Deshalb ist es besonders wichtig, die Bio-Landwirtschaft zu unterstützen, die darauf verzichtet. Das geht mit dem Kauf von Bio-Lebensmittel leicht – und damit tun Sie sich auch gleich selbst was Gutes.

7. Kaufen Sie regionalen Bio- Honig!

Mancher billige Honig aus Übersee kann Pestizidrückstände oder Erreger von Insektenkrankheiten enthalten. Kaufen Sie deshalb nur regionalen Bio-Honig – und lassen Sie auch keine leeren Honiggläser offen stehen, auch wenn sie wie eine gute Nahrungsquelle für Bienen aussehen. Denn die darin enthaltenen Keime und Pestizide können den Bienen mehr schaden als die Nahrung nützt.

8. Unterstützen Sie andere dabei, die Bienen zu schützen!

Ohne unsere Hilfe sind die Bienen giftigen Pestiziden wehrlos ausgeliefert. Sie können ihre Blumen und Felder nicht vor den Giften bewahren. Doch nach einem langen Tag mit Job, Haushalt und Familie fehlt auch uns oft die Kraft dafür. Deshalb ist es wichtig, dass es Organisationen wie Greenpeace gibt. Mit Menschen, die sich mit ihrer gesamten Energie für den Bienenschutz engagieren. Mit ExpertInnen, die die Gefahren erkennen und Lösungen finden. Und das jeden Tag im Jahr.

Doch wir brauchen Ihre Hilfe! Denn jetzt haben wir die große Chance, Europas Bienen zu retten! Mithilfe bienenfreundlicher Zulassungskriterien könnten wir die Zulassung weiterer Bienengifte stoppen! Doch die Agrochemie-Lobby stellt sich quer. Wir brauchen Ihre Hilfe, um den mächtigen Konzernen die Stirn zu bieten.

Bitte unterstützen Sie uns jetzt finanziell, Milliarden Bienen langfristig zu schützen! Danke.